Die Runden Tische für ein gewaltfreies Zuhause im Kreis Kleve haben in den letzten Jahren verschiedene Fachveranstaltungen durchgeführt. Stattgefunden haben sowohl kreisweite Fachtagungen als auch verschiedene Veranstaltungen an den einzelnen Runden Tischen vor Ort. Sie richteten sich nicht nur an die Mitglieder der vier Runden Tische in Kleve, Emmerich, Geldern und Goch, sondern auch an andere Fachkräfte im Kreis Kleve, die beruflich mit häuslicher Gewalt konfrontiert werden.
All diese Veranstaltungen waren nur möglich, weil sie vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wurden. Sie haben dazu beigetragen, dass sich dieses Netzwerk für ein gewaltfreies Zuhause weiterentwickelt: Immer mehr Einrichtungen und Fachkräfte aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern nehmen an den Treffen der Runden Tische teil und setzen sich für Opfer häuslicher Gewalt ein.
Im November 2004 fand die erste große Fachtagung in Schloss Moyland, Bedburg-Hau statt. „Diagnose: Häusliche Gewalt“ richtete sich in erster Linie an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens, aber auch an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Runden Tische für ein gewaltfreies Zuhause.
Weitere Informationen dazu finden Sie unter Gesundheit
2006 ging es in dem kreisweiten Fachforum im Kultur- und Bühnenhaus in Kevelaer um Zwangsheirat und Ehrenmord. „Verliebt, verlobt, verheiratet! – Zur Ehe gezwungen“ lautete der Titel der Veranstaltung. Sie finden Informationen darüber unter Einwanderinnen.
Seit 2007 finden die jährlichen kreisweiten Fachtagungen des Netzwerkes für ein gewaltfreies Zuhause im Gocher Kastell statt, da die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goch die Kosten für diese Räumlichkeiten übernimmt.
Im Herbst 2007 fand die Tagung „Stalking – Und alles nur, weil ich dich liebe ...“ statt. An den Runden Tischen in Geldern, Emmerich und Kleve wurden im gleichen Jahr ebenfalls Fachveranstaltungen durchgeführt.
In 2008 stand „Häusliche Gewalt gegen zugewanderte Frauen“ im Mittelpunkt des kreisweiten Fachforums des Netzwerkes. Aber auch an den Runden Tischen in Emmerich und Geldern wurde dieses Thema im Fachveranstaltungen aufgegriffen.
In 2009 haben sich die Mitglieder des kreisweiten Netzwerkes in Goch getroffen, um gemeinsam über Hilfsangebote bei häuslicher Gewalt am Wochenende und außerhalb der Büroöffnungszeiten zu diskutieren. Was ist machbar im Kreis Kleve?
Der Titel dieser kreisweiten Fachtagung lautete „Wochenend und Sonnenschein – und dann mit häuslicher Gewalt allein?!
Die Runden Tische für ein gewaltfreies Zuhause im Kreis Kleve veranstalteten
in Jahr 2010 einen Fachtag zur Prävention häuslicher Gewalt:
Die Fachtagung der Runden Tische für ein gewaltfreies Zuhause im Kreis Kleve fand am 27.09.10 im Gocher Kastell statt. Fast 170 Personen aus den verschiedensten Berufsgruppen kamen zu dieser Gemeinschaftsveranstaltung. Vorgestellt wurde die Präventionskampagne „Und das soll Liebe sein …? Warnsignale häuslicher Gewalt – erkennen und handeln“, die vom Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen NRW e.V. entwickelt wurde. Zunächst stellte Birgitta Rennefeld vom Vorstand des Dachverbandes die Kampagne vor und erläuterte, wie diese entstanden ist.
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Sie beruht auf einem Buch der Kanadierin Rosalinde Penford, die selbst Opfer einer Gewaltbeziehung wurde. Als Grafikerin zeichnete sie ihre Geschichte und es entstand ein eindrucksvolles Buch mit comicartigen Zeichnungen. Gleichzeitig hat sie auch die „Warnsignale“ dokumentiert. Daraus hat der Dachverband eine beeindruckende Ausstellung entwickelt, die auf dem Fachtag in Goch präsentiert wurde. Auf 15 großen Roll-Ups werden Anzeichen für eine beginnende Gewaltbeziehung dargestellt und mit Texten in sechs Sprachen beschrieben.
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In verschiedenen thematischen Arbeitsgruppen, die von geschulten Fachfrauen des Dachverbandes angeleitet wurden, beschäftigten sich die TeilnehmerInnen anschließend mit den Warnsignalen und Hinweisen zur häuslichen Gewalt. Wie erkenne ich erste Anzeichen häuslicher Gewalt? Wie gehe ich beispielsweise damit um, als Erziehungs-, Beratungs- oder Lehrpersonal? Wie kann ich mit „Warnsignalen“ in der Beratungs-, Gruppen- und Bildungsarbeit umgehen?
Durch die Tagung wurde das Fachpublikum aus dem Netzwerk für ein gewaltfreies Zuhause im Kreis Kleve für Warnsignale häuslicher Gewalt sensibilisiert und kann frühzeitig mögliche Gefährdungen erkennen und entsprechend intervenieren.
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Diese Gemeinschaftsveranstaltung der vier Runden Tische für ein gewaltfreies Zuhause im Kreis Kleve wurde von vier Gleichstellungsbeauftragten moderiert. Auch in diesem Jahr hat die Frauenberatungsstelle IMPULS die Koordinierung übernommen. Der Fachtag wurde vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen finanziell gefördert.
Download:
„Und das soll Liebe sein? Warnsignale häuslicher Gewalt – erkennen und handeln“
Flyer
Dokumentation des Fachtages
Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die
Frauenberatungsstelle IMPULS
Telefon 02823.419171