Wer sind die Täter?

Kommt es zu häuslicher Gewalt unter Erwachsenen, dann ist zu beobachten, dass in den weitaus meisten Fällen Männer die Täter sind, die Opfer sind Frauen.

Die Erfahrung zeigt, dass den meisten Tätern weder bewusst ist, dass sie sich strafbar machen, noch wie nachhaltig der Schaden ist, den sie ihren Opfern zufügen. In ihrer Wahrnehmung scheint die Gewaltspirale zu ihren Gunsten zu „funktionieren“. Vor allem dann, wenn sie praktisch ihr Ziel erreichen, nämlich die Durchsetzung ihrer Interessen, die Behauptung ihrer Person gegenüber der Partnerin und die Festigung ihrer Machtstellung innerhalb der Beziehung oder Familie.

Wer sich gegen häusliche Gewalt engagiert, der muss die Täter ebenso in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken wie die Opfer. Täter auszugrenzen hilft zwar dem Opfer im akuten Fall von Gewaltausübung, zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung führt aber weder eine polizeiliche Wegweisung, noch die öffentliche Ächtung der Täter.